HAIR DRESSER GUIDE

Färben, pflegen, schneiden, stylen: Um das alles nach den Regeln der Kunst zu tun, sind gründliche Kenntnisse der Haarstruktur unerlässlich. Deshalb frischen wir Ihre Kenntnisse hier ein wenig auf.

1. DIE GRUNDPRINZIPIEN

Ob kurzes, dickes Kraushaar oder lange, glatte Locken: Haar kann unterschiedlichste Eigenschaften haben. Es liegt auf der Hand, dass jeder Haartyp eine andere Behandlung erfordert. Färben, pflegen, schneiden, stylen: Um das alles nach den Regeln der Kunst zu tun, sind gründliche Kenntnisse der Haarstruktur unerlässlich. Das wird jeder Friseur bestätigen. Deshalb frischen wir Ihre Kenntnisse hier ein wenig auf. Wie war das noch einmal mit Haarfollikeln, Keratin und Elastizität? Dies sind die Grundprinzipien.

1.1 Der Aufbau des Haares

Jedes Haar besteht aus zwei Teilen: der Haarwurzel, die sich unter der Haut befindet und daher unsichtbar ist und dem Haarschaft, dem sichtbaren Teil über der Hautoberfläche. An der Basis der Haarwurzel befindet sich der Haarbalg, auch Haarfollikel genannt, worin sich Drüsen, Nerven und Muskeln befinden – etwa der kleine Muskel, der dafür sorgt, dass sich das Haar aufrichtet, wenn man eine Gänsehaut bekommt.

Haar besteht zum großen Teil (rund 91 %) aus Proteinen und Aminosäuren. Wenn der Haarbalg neue Zellen bildet, werden die Haarzellen über die Haarwurzel nach oben befördert. Bei diesem Prozess verlieren die Zellen ihren Kern und werden härter, weil das Faserprotein Keratin eine Hornschicht bildet. Sobald eine Haarzelle ihren Kern verloren hat, stirbt sie ab. Das Haar, das oben aus der Haut austritt, ist also nichts anderes als eine „tote“ Faser, die aus keratinisierten Proteinen besteht.

Der Haarschaft ist aus drei Schichten aufgebaut:

  • Die äußere Schicht (Cuticula) enthält flache Zellen, die einander wie Dachpfannen überlappen.
  • Die mittlere Schicht (Cortex) enthält Keratinfasern.
  • Der Kern enthält das Haarmark (Medulla).

1.2 Haarpflege

Um das Haar gesund zu erhalten und glänzen zu lassen, muss man es gut pflegen. Wie die Haut wird auch das Haar matt, wenn es nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Die Gesundheit Ihres Haares steht oder fällt mit der Qualität der Produkte, mit denen Sie es pflegen, und der Qualität der Friseurprodukte. Zwei Bestandteile sind dabei wesentlich: Proteine und Feuchtigkeit. Alle unsere Haarpflegeprodukte enthalten diese beiden Stärkungsmittel für Ihr Haar.

Proteine

Wie bereits oben erläutert, besteht jedes Haar aus Proteinfasern. Der häufige Gebrauch von Shampoo, Conditioner, Haarfärbungen und anderen Produkten kann die Fasern schädigen. Die Folge ist kaputtes oder stumpfes Haar. Um Struktur und Feuchtigkeitsgehalt Ihres Haares zu erhalten, muss es mit Proteinen versorgt werden.

​1. Weizenprotein

  • hilft dem Haar, Feuchtigkeit zu speichern
  • sorgt für Volumen
  • macht das Haar weniger porös
  • hält es schön glatt
  • hat eine reparierende Funktion

2. Sojaprotein

  • legt eine schützende, deckende Schicht um das Haar
  • speichert Feuchtigkeit
  • fügt Glanz und Volumen hinzu
  • sorgt dafür, dass sich das Haar leicht stylen lässt

3. Seidenprotein

  • vermeidet Austrocknung des Haares
  • repariert
  • ist eine gute Quelle haut- und haareigener pflanzlicher Proteine
  • bildet eine Schutzschicht

Feuchtigkeit

Mit Wärme arbeitende Geräte, etwa ein Haartrockner, ein Glätteisen oder ein Lockenstab, entziehen dem Haar Feuchtigkeit. Um zu vermeiden, dass das Haar austrocknet und um es elastisch zu halten, sind feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte erforderlich.

1. Algen

  • nährend
  • hydratisierend
  • stabilisierend
  • schützend

2. Cottonplan Honeydrew Extract

  • stimuliert die Keratinbildung
  • hat eine schützende Wirkung

3.Provitamin B5

  • speichert Feuchtigkeit
  • beugt Haarverlust vor

 

1.3 Wissenswertes über das Haar

Wussten Sie, dass der Zustand Ihres Haares viel über Ihre Gesundheit aussagt? Und dass ein Mensch am Tag durchschnittlich fünfzig bis hundert Haare verliert? Erweitern Sie Ihre Kenntnisse mit diesen allgemeinen Informationen über Haare. Es lohnt sich, sie sich zu merken!

Die Funktion von Haar

  • Das Haar schützt Sie vor äußeren Einflüssen, vor allem vor Kälte.
  • Wenn sich die kleinen Muskeln unten im Haarbalg zusammenziehen, sorgen sie für Gänsehaut: Ihre Haare stellen sich buchstäblich auf.
  • Stumpfes Haar? Das kann auf einen Vitaminmangel zurückzuführen sein. Nehmen Sie mit der Nahrung genügend Eisen, Proteine und Omega-3-Fettsäuren zu sich? Haarausfall kann ebenfalls ein Symptom einer Krankheit sein.
  • Die Farbe Ihres Haares gibt Aufschluss über Ihr Alter. Schade für den, der frühzeitig ergraut – etwas, womit viele Männer zu tun haben ...

Dünn oder dick, viel oder wenig?

  • Ein Haar ist 0,04 bis 0,15 Mikrometer dick. Oder sollte man in diesem Fall besser „dünn“ sagen?
  • Blonde Typen sind stolze Besitzer von rund 140.000 Haaren, Brünette müssen sich mit 110.000 Haaren begnügen und bei Rothaarigen bleibt es bei spärlichen 80.000.
  • Haar wächst durchschnittlich einen Zentimeter im Monat.
  • Haarausfall ist völlig normal. Pro Tag verlieren wir fünfzig bis hundert Haare. Vor allem im Herbst und im Frühjahr.

Keine Haartracht ist wie die andere

  • Bei Kraushaar – typisch für Afrikaner – liegt der Haarbalg fast horizontal an der Schädeloberfläche.
  • Beim dünnen, welligen Haar der meisten Europäer liegt der Haarbalg schräg auf dem Kopf.
  • Das typische dicke, glatte Haar von Asiaten verlangt dagegen, dass ein Haarbalg gerade steht.

 

2.  FARBEN

Stehen Sie auf Weizenblond, Kupferrot, Kastanienbraun oder Rabenschwarz? Oder entscheiden Sie sich für den aufhellenden Effekt von Highlights in Ihrem sommerlichen Schnitt? Die angesagte Haarfarbe richtet sich nach den aktuellen Trends. Die trendsensiblen Fashionistas unter uns lassen sich daher häufiger eine andere Haarfarbe verpassen. Allerdings sind Haarfärbungen nicht immer besonders gesund für das Haar und bei der Auswahl der Farbe sollten der persönliche Haartyp und die Haartextur berücksichtigt werden. Haarfärbung erfordert daher auch spezielle Kenntnisse. In diesem Kapitel: eine Übersicht der richtigen und falschen Vorgehensweisen, Tipps und unerlässliche Hintergrundinformationen.

2.1 Natürliche Haarfarbe

Zwischen dunkel und hell gibt es etliche Farbunterschiede. Es gibt zehn bis zwölf natürliche Haarfarben. Von Rabenschwarz bis Weizenblond: Ihre natürliche Haarfarbe hängt davon ab, welches Pigment in Ihrem Haar vorherrschend ist.

  • Das Pigment Eumelanin ist in braunem und schwarzem Haar vorhanden.
  • Das Pigment Phäomelanin ist in rotem Haar dominant.
  • Blondes Haar ist das Resultat einer geringen Pigmentbildung.
  • Das völlige Fehlen von Pigment im Haar wird als Albinismus bezeichnet.

Wenn wir älter werden, bekommen wir graues oder gar weißes Haar. Das liegt daran, dass weniger Melanin im Haarbalg gebildet wird und dass deshalb neue Haare wachsen, die farblos und daher grau oder weiß sind. In welchem Alter das Haar grau wird, ist eine rein genetische Frage.

Übrigens kann sich Ihre Haarfarbe im Laufe Ihres Lebens verändern. Dass Sie als Baby und Kleinkind blonde Locken hatten, bedeutet nicht, dass Sie die als Erwachsener behalten. Es kommt oft vor, dass die Farbe Ihres Haares – und auch die Ihrer Augen – im Laufe der Jahre dunkler wird.

 

2.2 Haartextur und -struktur

Wenn wir von der Haartextur reden, sind Volumen und Dichte die wichtigen Stichwörter. Und natürlich besteht auch ein Unterschied zwischen glattem Haar und lockigem Haar. Über die Faktoren, die die Halbtextur bestimmen und vor allem, in welchem Maße sich das Haar wellt oder lockt, gehen die Meinungen auseinander. Wissenschaftler vermuten, dass dies mit der Lage des Haarschafts zu tun hat. Ein runder Haarschaft sorgt für glattes Haar. Je flacher der Haarschaft, desto stärker lockt sich das Haar.

Auch die Dicke des Haares wird durch den Haarschaft, genauer gesagt durch dessen Umfang, bestimmt. Je größer der Umfang, desto dicker das Haar. Wir sprechen von „dünnem“, „normalem“ und „dickem“ Haar oder, hinsichtlich der Konsistenz, von „feinem“, „mittlerem“ und „grobem“ Haar. Die letzteren Bezeichnungen haben mit dem Volumen des Haarschafts und der Stärke der Haarsträhne zu tun. Feines Haar hat einen weniger voluminösen Haarschaft und eine feinere Haarsträhne als grobes Haar. Die offene Cuticula von grobem Haar bewirkt, dass es poröser als feines Haar ist.

 

2.3 Haartypen

Glattes Haar ist von Natur aus gerade und lockt sich nicht. Da die Haarsträhne sich nicht lockt, glänzt dieser Haartyp und ist leicht fettig. Das liegt daran, dass der Talg, der im Haarschaft produziert wird, sich leicht an eine vollkommen gerade und sich daher nicht wellende Haarsträhne anheften kann.

Welliges Haar lockt sich leicht und bildet eine S-Form. Es ist nicht so fettig wie glattes Haar – auch dank der leicht lockigen Haarsträhne – aber auch nicht übermäßig trocken.

Lockiges Haar weist ebenfalls die S-Form auf, lockt sich aber noch stärker als welliges Haar. Es bildet von Natur aus Ringe, ohne dass dafür spezifische Stylingprodukte, Friseurprodukte oder Manipulationstechniken erforderlich sind. Es ist relativ trocken. Der Talg muss sich einen Weg von der Haarwurzel bis in die Haarsträhne bahnen, über die S-förmigen Krümmungen und Löckchen im Haar. Dadurch gelangt der Talg meist nicht bis nach unten und das Haar bleibt trocken.

Kraushaar ist intensiv lockig, ohne die abgegrenzten Locken des Typs 3. Ob nass oder trocken, dieser Hauttyp behält seine Locken immer. Meist ist dies extrem trockenes Haar, weil der Talg nicht bis in die Haarsträhne gelangt.  

 

2.4 Arten der Haarfärbung

So viele verschiedene Haartypen und -texturen erfordern natürlich geeignete Färbetechniken und -produkte. Soll es eine temporäre, eine semipermanente, demipermanente oder permanente neue Haarfarbe sein? Lassen Sie sich bei der Wahl von den folgenden Richtlinien leiten.

Temporäre Färbung

Eine temporäre Haarfärbung ist in verschiedenen Formen erhältlich: Spülungen, Gels, Sprays und Schaum. Typisch für eine temporäre Färbung ist ein Resultat, das schwächer und heller ist als das einer semipermanenten oder permanenten Färbung. Eine temporäre Färbung wird häufig für spezielle Anlässe, beispielsweise einen Kostümball oder eine Halloween-Party, verwendet.

Die Pigmentmoleküle einer temporären Haarfärbung sind zu groß, um bis in die äußerste Schicht des Haares (Cuticula) einzudringen. Die Pigmentpartikel heften sich also zwar an den Haarschaft an, sind aber problemlos wieder zu entfernen – sogar schon mit einmaligem Waschen. Auf trockenem oder stark beschädigtem Haar bleibt die temporäre Haarfärbung manchmal etwas länger „kleben“.

Semipermanente Färbung

Eine semipermanente Haarfärbung besteht aus kleineren Pigmentmolekülen als eine temporäre Färbung. Diese Partikel dringen nur teilweise in den Haarschaft ein, sodass die Farbe 4- bis 5-maligem Waschen standhält. Eine semipermanente Färbung enthält wenig bis keine Chemikalien wie Peroxid oder Ammoniak und ist daher eine hervorragende Wahl für geschädigtes oder empfindliches Haar.

Wie tief die Farbe eindringt, hängt von der natürlichen Haarfarbe und der Porosität des Haares ab. In einer Haartracht sind daher immer subtile Farbunterschiede sichtbar. Das ist nicht schlimm, denn es sorgt für ein natürlicheres Resultat als eine permanente Färbung, die sehr solide und dominant wirkt. Der Nachteil ist, dass graue oder weiße Haare durch eine semipermanente Färbung weniger abgedeckt werden und deshalb immer etwas heller ausfallen. Wenn es sich nur um vereinzelte graue Härchen handelt, ist dies nicht so gravierend. Sind es mehr, stellt eine permanente Färbung die bessere Option dar. Ist der Übergang zu drastisch? Dieses Problem lässt sich lösen, indem man eine semipermanente Basisfarbe durch Highlights ergänzt.

Achtung: Mit einer semipermanenten Färbung kann man die natürliche Haarfarbe nicht heller machen.

Demipermanente Färbung

Eine demipermanente Haarfärbung enthält einen anderen alkalischen Bestandteil als Ammoniak (Ethanolamin, Natriumkarbonat). Man verwendet diese Art von Färbung in Kombination mit einem Farbentwickler, der jedoch eine niedrigere Wasserstoffperoxidkonzentration enthält als der Entwickler, den man für eine permanente Haarfärbung benutzt. Da die alkalischen Bestandteile einer demipermanenten Färbung weniger wirksam als Ammoniak sind, entziehen Sie dem Haar die natürlichen Pigmente nicht so leicht wie die permanenten Varianten. Auch mit dieser Färbung kann man das Haar also nicht heller machen.

Demipermanente Färbungen eignen sich besser zum Abdecken grauer Haare als semipermanente Färbungen, sie tun dies aber weniger effizient als permanente Färbungen.

Gegenüber einer permanenten Färbung hat die demipermanente Färbung einige Vorteile:

  • Man erreicht ein natürliches Ergebnis mit mehr Farbschattierungen.
  • Sie ist schonender für das Haar und deshalb auch sicherer, vor allem bei geschädigtem Haar.
  • Die Farbe verschwindet allmählich mit dem Waschen, sodass der Ansatz weniger auffällt und man die Farbe leichter verändern kann.
  • Dunklere Farben halten in der Regel sogar etwas länger, als auf der Packung angegeben.

Permanente Färbung

Eine permanente Färbung enthält meist Ammoniak, ein Sulfat, das den Haarschaft öffnet, sodass die Farbpigmente schnell bis in den Kern des Haares vordringen können. In Kombination mit einem Farbentwickler und einem oxidierenden Bestandteil kann das Haar permanent gefärbt werden.

Je mehr Farbentwickler man verwendet, desto stärker entzieht die Färbung dem Haar das natürliche Pigment. Jemand mit dunklem Haar möchte gerne 2 bis 3 Stufen heller werden? Dann braucht man mehr Farbentwickler als im umgekehrten Fall. Um eine permanente Abdeckung grauer Haare zu garantieren, muss man ein Timing von 30 bis 45 Minuten einhalten.

 

2.5 Haarfärbetipps

Wie behält man die neue Haarfarbe?

  1. Verwenden Sie farbschützendes Shampoo und Conditioner.
  2. Wählen Sie ein sulfatfreies Shampoo.
  3. Verwenden Sie Silbershampoo und -Conditioner, wenn Sie Ihrer blonden Haarfarbe einen Boost verschaffen möchten.
  4. Pflegen Sie gefärbtes Haar ab und zu mit einer Haarmaske mit UV-Schutz oder mit Produkten, die das Haar tiefgehend mit Nährstoffen versorgen, um den Glanz und eine weiche Struktur zu erhalten.
  5. Meiden Sie Chlor.
  6. Schützen Sie Ihr Haar mit den richtigen Produkten vor Hitze, bevor Sie mit Wärme arbeitende Geräte, wie Glätteisen oder Lockenstab, benutzen.

Kann man das Haar auch auf natürliche Weise färben?

Für alle, die Chemikalien in herkömmlichen Haarfärbungen lieber nicht benutzen – beispielsweise, weil sie allergische Reaktionen oder Hautreizungen verursachen können – gibt es eine Reihe natürlicher Alternativen. Henna ist eines der bekanntesten Beispiele; damit verleihen Sie Ihrem Haar eine leuchtend rote Färbung. Mit Indigo und schwarzem Walnusspulver färben Sie Ihr Haar dunkler. Kamille und Goldblume verleihen dem Haar eine dunkelblonde Farbe. Ein Tee aus schwarzen Teeblättern, wie Hibiskus, ist ebenfalls als natürliches Haarfärbemittel bekannt. Viele dieser natürlichen Färbemittel können Sie daheim verwenden, es gibt aber auch Friseure, die professionelle Haarfärbungen mit natürlichen Inhaltsstoffen verwenden.

Achtung: Auch wenn Sie natürliche Haarfärbemittel benutzen, tun Sie gut daran, Handschuhe zu tragen.

 

3. SCHNEIDEN

« Meine Schere muss vor allem gut in der Hand liegen.»

« Meine Schere ist mein allerwichtigstes Arbeitsgerät.»

« Meine Schere? Eine Verlängerung meiner Hand! »

 

Klingen diese Aussagen vertraut? Tatsächlich ist keine Schere wie die andere. Und kein Friseur kommt ohne dieses eine, alles bestimmende Arbeitsgerät, aus. Worauf müssen Sie beim Kauf einer Schere achten? Und woran merken Sie, dass es wirklich „Ihre“ Schere ist? Eines steht fest: Qualität hat immer Vorrang.

 

Arten von Scheren

Eine Friseurschere ist das Resultat konsequenten technischen Know-hows. Wir unterscheiden zwei Typen:

  • Haarschneidescheren (zum Schneiden)
  • Effilierscheren (zum Ausdünnen)

Abmessungen

Wählen Sie Ihre Schere abhängig davon, wie groß Ihre Hände sind: Eine kleine Schere passt am besten in eine kleine Hand, eine große Schere in eine große Hand. Berücksichtigen Sie daneben auch folgende Faktoren:

  • Eine kleine Schere liegt gut in der Hand und wird für Feinarbeiten nahe an der Kopfhaut benutzt.
  • Eine große Schere ist praktisch zum Schneiden „über den Kamm“, was oft bei Herrenhaarschnitten geschieht.

Machen Sie den Test!

So erkennen Sie, ob Sie eine Schere mit den richtigen Abmessungen gefunden haben:

  • Legen Sie die Schere in Ihre Handfläche und lassen Sie den Griff auf dem Daumenballen aufliegen. Die Schneide muss bis zum Ende Ihres Mittelfingers reichen.
  • Die Länge einer Schere wird immer von der Spitze der Schneide bis zum größten Griff gemessen. Die Fingerstütze wird nicht mitgerechnet.

Die meisten Scheren wiegen 30 bis 50 Gramm, das ideale Gewicht der Schere ist jedoch auch individuell unterschiedlich. Nur der Friseur selbst spürt, welches Gewicht sich am besten anfühlt.

Unser Tipp? Nehmen Sie sich die Zeit, um die ideale Schere auszuwählen, denn eine Schere, die nicht zu Ihrem Schneidestil passt, kann zu allerhand körperlichen Unannehmlichkeiten führen: Karpaltunnelsyndrom, Tendinitis, Schleimbeutelentzündung, anhaltende Schmerzen in Nacken, Schultern oder Rücken ... Mit der richtigen Schere können Sie diese Probleme vermeiden.

Verschiedene Modelle

Halten Sie es eher mit der Tradition oder darf ruhig eine Ecke ab sein – im wahrsten Sinne des Wortes? Dies sind die Scherenmodelle, die zur Auswahl stehen.

1. Klassisch

Bei diesem Modell ist alles symmetrisch: Die Griffe befinden sich auf gleicher Höhe und durch Schneiden und Schloss verläuft eine gedachte gerade Linie.

  • Altes, aber grundsolides Design, traditioneller Look
  • Ideal für Friseure, die mit Mittelfinger und Daumen schneiden
  • Auch für Linkshänder geeignet

2. Asymmetrisch

Beim asymmetrischen Modell stehen die Griffe asymmetrisch zueinander und zur Schneide. Eine gedachte Linie verläuft von der Schneide durch den oberen Griff.

  • Modernes Design
  • Ideal, wenn man Daumen und Ringfinger zum Halten der Schere benutzt
  • Vermeidet ein Überstrecken des Daumens und reduziert die Spannung in den Muskeln von Arm, Nacken und Schultern

3.Craene

Diese Variante des asymmetrischen Modells hat ein eher stromlinienförmiges Design mit einem niedrigeren Griff.

  • Sie bietet die Möglichkeit, den Ellbogen in eine natürliche Position fallen zu lassen, sodass Schulter und Handgelenk weniger belastet werden
  • Idealer Griff, wenn man gern mit offener Hand schneidet
  • Ideal, wenn man gern nach der klassischen Schneidetechnik mit zueinander gerichteten Handflächen schneidet.

Ergonomische Schere

Eine ergonomische Schere ist speziell dafür konstruiert, die Belastung von Hand, Arm, Schulter und Rücken des Friseurs zu minimieren.

  • Der gebogene Griff für den Daumen verringert die Reibung und mindert den Druck
  • Der Raum zwischen den Fingern vermeidet Muskelkrämpfe
  • Bietet eine optimale Kontrolle bei der Benutzung

Schloss

Der Friseur kann das Schloss einstellen und so bestimmen, wie leicht sich die Schere öffnen und schließen lässt. Für komfortables Schneiden muss Ihre Schere sich leicht und ohne allzu großen Kraftaufwand öffnen und schließen lassen. 

Schneiden

Zum Schneiden benötigen Sie auch verschiedene Klingen. Schneiden zum Slicen, feine Effilierzähne, um dickes Haar problemlos auszudünnen oder stufig zu schneiden oder klassische Mikroklingen für einen Basisschnitt.

Stahl

Neben der handwerklichen Verarbeitung bestimmt auch der Stahl die Qualität einer Friseurschere. Und natürlich den Preis. Alle unsere Scheren werden aus rostfreiem Stahl aus Japan, Korea, Deutschland, Taiwan, China, Indien oder Pakistan hergestellt. Japanischer Stahl gilt als der beste auf dem Markt.

Wissenswertes

  • Benutzen Sie eine professionelle Friseurschere ausschließlich, um damit Haare zu schneiden.
  • Reinigen Sie Ihre Schere täglich mit einem weichen Tuch, um Haarreste und Rückstände zu entfernen.
  • Schmieren Sie das Schloss regelmäßig mit Öl.
  • Sie haben Ihre Schere fallen lassen? Dann ist sie mit Sicherheit beschädigt, auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist.
  • Jedes halbe Jahr muss Ihre Schere nachgeschliffen werden, sonst wird sie stumpf.

 

4. ELEKTROGERÄTE

Ein Haartrockner, der perfekt in der Hand liegt. Ein Glätteisen, das sich superschnell erwärmt. Eine Haarschneidemaschine mit starkem Akku, den Sie während der Benutzung aufladen können. Mit anderen Worten, Elektrogeräte von hoher Qualität: Auch die brauchen Sie, um Haar perfekt in Form zu bringen ... und zu halten.

 

4.1 Haartrockner

Ein guter Haartrockner muss verschiedene Bedingungen erfüllen: Er muss gut in der Hand liegen, aber auch multifunktional und leistungsstark sein. Achten Sie auf eine Reihe technischer Aspekte Ihres Haartrockners, um sicherzustellen, dass Sie sich für Qualität entscheiden.

  • Düsen gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Die besten rasten ein, sodass sie beim Brushing immer fest sitzen. Meist gibt es zwei Düsen, die die Luft konzentriert auf das Haar bringen. Außerdem braucht man auch den Diffusor. Dieses Zubehörteil ahmt den Prozess des natürlichen „Lufttrocknens“ nach, beschleunigt ihn jedoch sehr. Auch Ihr Diffusor muss fest am Haartrockner sitzen.
  • Der Haartrockner muss gut in der Hand liegen. Sehr populär ist Soft Touch: ein weiches und grifffestes Gummi.
  • Das Herz des Haartrockners? Das ist der Motor. Er saugt kalte Luft an und leitet sie über einen Widerstand, um sie zu erwärmen. Professionelle Haartrockner haben einen starken Wechselstrommotor. Dieser Motor ist viel leistungsfähiger als ein Gleichstrommotor. Eine große Luftverdrängung ist für den professionellen Einsatz übrigens wichtig, denn dadurch können Sie schneller brushen und erzielen ein schönes Ergebnis.
  • Prüfen Sie immer die Wattzahl Ihres Haartrockners. Haartrockner mit hoher Wattzahl haben viel Kraft und sorgen daher für viel Luftverdrängung. Der Nachteil ist, dass sie lauter sind und mehr Energie verbrauchen.
  • Der Filter ist ein sehr wichtiges Teil. Ist er verstopft? Dann überhitzt der Haartrockner schnell und geht kaputt. Regelmäßige und gründliche Reinigung lautet daher die Devise!
  • Mit den Bedientasten stellen Sie den Haartrockner nach Ihren Wünschen ein. Zwei Geschwindigkeitsstufen, zwei Temperaturstufen und ein Cold Shot Button, um das Brushing zu fixieren.
  • Ein flexibles Kabel sorgt für Bewegungsfreiheit.
  • Für Weltenbummler sind Dual Voltage-Haartrockner besonders praktisch. Die lassen sich nämlich weltweit an die beiden gängigsten Netzspannungen anschließen.

Und wo wir schon von Strom sprechen … Wussten Sie, dass unser Haar von Natur aus positiv geladen ist? Dieser Umstand sorgt dafür, dass uns manchmal die Haare zu Berge stehen. Die Lösung dieses Problems? Negative Ionen! Entscheiden Sie sich für einen Haartrockner mit Ionengenerator im Motor, einer Keramikschicht auf dem Gitter oder einer Kombination von beidem.

Das Beste vom Besten in der Haartrocknertechnologie? Nennt sich Advanced Magnesium. Durch Verwendung von Magnesium in den Düsen, im Diffusor und auf dem Gitter wird die Trockenzeit erheblich verkürzt und das Haar glänzt wie nie zuvor!

 

4.2 Glätteisen

Ein Glätteisen bringt auch das widerspenstigste Haar unter Kontrolle und ist daher bei Friseuren und Verbrauchern ein beliebtes Instrument.

Glätteisen gibt es in zahllosen Größen, Formen und Farben, das Gehäuse besteht jedoch immer aus hitzebeständigem Material. Und das ist kein überflüssiger Luxus, denn bei einem Temperaturbereich von 110 °C bis 230 °C kann das Gerät sehr heiß werden. Zum Glück lässt sich die gewünschte Temperatur mit dem Temperaturregler einfach einstellen – digital oder mit einem Drehregler – sodass vermieden wird, dass Ihr Glätteisen zu heiß wird und beschädigt werden könnte.

Ein Heizelement unter den Platten sorgt für deren Erwärmung. Gute Glätteisen enthalten ein Heizelement, das die Platten sehr schnell erwärmt: 180 °C in weniger als 20 Sekunden. Gute Platten speichern die Wärme außerdem lange. Für ein glänzendes und gesundes Ergebnis braucht man Platten, die die Wärme sanft auf das Haar übertragen. Länge und Breite können variieren, vollkommen glatt müssen die Platten Ihres Glätteisens jedoch immer sein. Floating Plates gehören zum Besten, das die Welt der Glätteisen zu bieten hat: Durch kleine Federn oder Gel unter den Platten sind diese flexibel und gleiten besser über das Haar.

Die Platten müssen auch stabil und verschleißbeständig sein und dabei spielt das Material eine wichtige Rolle.

  • Keramische Platten sind einfach, aber gut. Teurere Glätteisen enthalten verschiedene Keramiklagen oder einen Mix aus Keramik und Turmalin.
  • Titanplatten sind superstabil, langlebig und leicht. Sie gleiten besser als Keramik und haben einen luxuriösen Look.
  • Magnesiumplatten sind neu auf dem Markt. Diese Platten geben die Wärme schnell an das Haar weiter, sodass das Stylen erheblich schneller vonstattengeht.
  • Noch ein kleines Extra? Nano Silver-Platten enthalten eine geringe Menge Silber, wodurch Bakterien keine Chance haben. Ein Plus für die Hygiene!

Professionelle Glätteisen haben ein flexibles Kabel – am besten ein Swivel Cord – das eine große Bewegungsfreiheit garantiert. Dual Voltage wiederum ist ideal, wenn man das Glätteisen mit auf Reisen nimmt. Diese Modelle passen sich nämlich weltweit an die beiden gängigsten Netzspannungen an.

 

4.3 Haarschneidemaschinen

Qualität und Ergonomie haben oberste Priorität, wenn es um Haarschneidemaschinen und Trimmer geht – zumindest sollte das so sein. Sehr begehrt ist Soft Touch, eine Haarschneidemaschine aus weichem Gummi mit gutem Grip. Der Schneidkopf Ihrer Haarschneidemaschine muss breit an den Schneidmessern und schmaler an den Trimmern sein und immer aus rostfreiem Stahl mit einer Titan-, Keramik- oder Karbonschicht bestehen.

Die meisten Haarschneidemaschinen haben Messer mit dreieckigen Zähnen. Teurere Haarschneidemaschinen haben x-förmige Schneidmesser, die die umherfliegenden Härchen im Zaum halten. Achten Sie auch auf den Winkel des Schneidkopfes: Dieser muss nämlich immer parallel zum Kopf liegen, damit Sie komfortabel trimmen und schneiden können. Wählen Sie die Kammaufsätze, die Sie für jede Schnittlänge benötigen und befestigen Sie sie an den Schneidmessern. Im Idealfall kann man auch am Gerät selbst die Schneidlänge einstellen.

  • Auch eine Haarschneidemaschine muss, wie ein Haartrockner, einen starken Motor haben. Die Basismodelle verfügen über einen Gleichstrommotor, Profimodelle sind mit einem Wechselstrommotor ausgestattet. Prüfen Sie immer die Wattzahl!
  • Die herkömmlichen Akkus in den Basismodellen verlieren ihre Kraft meist relativ schnell – besonders, wenn man sie ständig auflädt, obwohl sie noch nicht völlig leer sind. Entscheiden Sie sich daher für Li-Ion-Akkus: Die behalten ihre Kraft viel länger. Ist der Akku aufgeladen? Dann nehmen Sie ihn sofort aus der Ladestation, bzw. trennen das Ladegerät vom Netz, auf diese Weise hält der Akku länger. Das Intelligent Charging System regelt das automatisch.
  • Die ideale Haarschneidemaschine ist mit einem Kabel versehen und funktioniert mit und ohne Kabel. Aufladen, während man schneidet: praktisch, oder?
  • Auch bei den Haarschneidemaschinen gibt es Dual Voltage-Modelle, die sich an die beiden weltweit gängigsten Netzspannungen anschließen lassen.
  • Gründliches Reinigen ist ein Muss, um die Lebensdauer Ihrer Haarschneidemaschine optimal zu nutzen. Besonders praktisch ist das Quick Release System.

 

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